Rund 14 Millionen Netbooks sollen nach Einschätzung der Analysten von DisplaySearch noch im laufenden Jahr verkauft werden. Das mit dem Eee PC von Asus im vergangenen Jahr neu geschaffene Produktsegment der Mini-Notebooks erfährt derzeit einen rasanten Aufschwung. 2007 lagen die Verkaufszahlen DisplaySearch zufolge noch bei etwa einer Million Stück, dank der günstigen Preise – ab rund 300 US-Dollar – seien die kompakten, aber vollwertigen Rechner jedoch auch für Käufer in ärmeren Regionen der Welt erschwinglich. Den Herstellern eröffnen sich daher völlig neue Absatzmärkte.
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Denn mobile Kleinstrechner seien zwar nicht neu, betont John F. Jacobs, Director Notebook Market Research bei DisplaySearch, aber im Unterschied zu den schon länger erhältlichen UMPCs und ultramobilen Notebooks zeichnen sich die Netbooks durch einen sehr günstigen Preis aus, ohne nennenswerte Funktionseinschränkung gegenüber klassischen PCs. Daher rechnen die Marktforscher auch mit einer weiterhin anhaltend starken Nachfrage nach den Mini-Notebooks. "Nicht nur Early Adopters und Anhänger besonders kompakter Notebooks, sondern auch Käufer aus Entwicklungsländern werden in den nächsten Jahren die Nachfrage weiter anheizen", erklärt Jacobs. Bis 2011 werde der Anteil der Netbooks am gesamten Notebook-Markt von heute gut 9 auf fast 16 Prozent klettern.
Trotz der aktuellen Finanzkrise geht DisplaySearch davon aus, dass auch in der zweiten Jahreshälfte 2008 sowie "bis weit ins Jahr 2009 hinein" die Absatzzahlen von mobilen Rechnern – maßgeblich angetrieben von den Mini-Notebooks – weiter deutlich zulegen werden. Für das dritte Quartal 2008 nennen die Marktforscher ein Plus von 38 Prozent, im vierten sollen es sogar 44 Prozent sein – jeweils im Vergleich zur Vorjahresperiode. Insgesamt steige die Zahl der verkauften Notebooks bis zum Jahresende auf rund 153 Millionen Stück.
Einhergehend mit dem Boom der Netbooks beobachten die DisplaySearch-Marktforscher einen Trend zu größeren Bildschirmen bei den Mini-Notebooks. Während Pioniere wie der Eee PC 4G mit 7-Zoll-Displays ausgestattet waren, dominieren schon heute Modelle mit einer Bildschirmdiagonalen von 8,9 Zoll – sie machen derzeit gut zwei Drittel der Geräte aus. Auf dem Vormarsch sind zudem 10-Zoll-Displays, die nach Einschätzung der Analysten schon 2009 in über 35 Prozent aller Mini-Notebooks verbaut sein sollen.
Freitag, 17. Oktober 2008
Studie: Mini-Notebooks erschließen neue Marktsegmente
Freitag, 10. Oktober 2008
MSI Wind U120: Netbook mit integrierten UMTS - News - CHIP Online
MSI Wind U120: Wird ein UMTS-Modul besitzen. Um den Nachfolger des MSI Wind U100 gab es bereits zur CeBit Gerüchte. Jetzt sind erste Bilder und Details des U120 aufgetaucht.
Der U120 setzt im Prinzip auf dem U100 auf, basiert auf Intels Atom-Plattform und besitzt ein 10-Zoll-Display. Als wichtigste Neuerungen enthält das Netbook 300-MBit-WLAN (U100 nur 54-MBit-WLAN) und ein UMTS-Modul nebst SIM-Card-Slot. Damit wären Käufer nicht an einen bestimmten UMTS-Provider gebunden und könnten die SIM-Card je nach Konditionslage wechseln. Daten speichern Sie entweder auf einer 120-GByte-Festplatte oder einer SSD mit 20 oder 40 GByte.
Das MSI Wind U120 soll noch im Dezember für unter 600 US-Dollar auf den Markt kommen. Wann und zu welchem Preis es in Deutschland erhältlich sein wird, steht noch nicht fest.
CHIP Online meint:
Wenn der MSI U120 zu einem vernünftigen Preis unter 500 Euro auf den Markt kommt, könnte er eines der attraktivsten und sinnvollsten Netbooks werden. Denn erst mit einem drahtlosen Internet-Zugang ohne Umweg über einen WLAN-Hotspot entfaltet sich das ganze Potenzial eines Netbooks: Internet-Surfen und -Kommunikation wann und wo Sie wollen. (ak)
Asus Eee PC 1000H

Der Eee PC 1000H ist nicht nur ein weiteres Mini-Notebook auf dem Markt, sondern auch das beste, das wir bisher im Test hatten. Allerdings ist der Kleine auch teurer und schwerer als die Konkurrenten.
Asus Eee PC 1000H: Schnellstes Netbook mit sehr gutem Display. Der Eee PC 1000H ist das bislang einzige Eee-PC-Modell mit 10,2-Zoll-Display. Mit dem größeren Bildschirm wächst auch das Gehäuse, was wiederum eine größere Tastatur und mehr Platz für die Ausstattung bietet. Als Nebeneffekt schwillt auch der Preis an: Rund 430 Euro müssen Sie für das in Schwarz und Weiß erhältliche Netbook ausgeben – das könnte für viele Kaufinteressenten deutlich über der Schmerzgrenze liegen. Zur Erinnerung: Den großen Erfolg haben die Minis ihren handlichen Maßen und dem niedrigen Preis zu verdanken.
Beste Leistung und Displayqualität
Wie viele andere Mini-Notebooks basiert auch der Eee PC 1000H auf Intels Atom-Plattform. Dennoch erreicht er im PCMark05 mit Abstand die höchste Punktzahl. Mitunter ist dafür die 160-GByte-Festplatte von Seagate verantwortlich. Sie ist den oftmals verwendeten SSDs leistungs- und speichermäßig überlegen, dafür aber nicht so schockresistent. Bäume reißt der Eee PC 1000H aber trotzdem nicht aus: Die Leistung reicht unter dem installierten Windows XP Home für Standard-Office-Aufgaben und zur Wiedergabe von Filmen, Musik und Fotos. Günstigere Netbooks können das jedoch auch.
Nach den ziemlich dunklen Displays der letzten Eee PCs, war das matte 10,2-Zoll-Modell des 1000H im Testlabor eine echte Überraschung. Dank LED-Hintergrundbeleuchtung erstrahlt der Bildschirn mit 207 cd/m², das Kontrastverhältnis liegt bei einem guten Wert von 631:1. Unterm Strich: das beste Netbook-Display und fast tauglich für den Einsatz unter Sonnenlicht.
Gut kombinierte Ausstattung: 160-GByte-Festplatte, schnelles WLAN und Bluetooth. Große Festplatte und schnelles WLAN
Der höhere Preis des Eee PC 1000H erklärt sich fast von selbst, wenn Sie sich die Ausstattungsliste ansehen: Beispielsweise finden Sie eine 160-GByte-Festplatte nicht oft in einem Netbook. Auch die Kombination von Bluetooth und 300-MBit-WLAN ist unüblich. Insgesamt macht das den Zwerg in der Praxis flexibler als viele seiner Konkurrenten, die meist entweder zu wenig Speicher, eine langsame WLAN-Verbindung oder kein Bluetooth besitzen. Zusammen mit der Webcam, dem VGA-Ausgang und den drei USB-Ports wird der 1000H dagegen den Anforderungen moderner Hightech-Nomaden ziemlich gut gerecht.
Gute Laufzeit, solide verarbeitet
Asus spendiert dem Eee PC 1000H einen 6.600-mAh-Akku, mit dem es in unserem Online-Test mit aktiviertem W-LAN knapp vier Stunden aktiv blieb. Im Video-Test reichte die Energie sogar noch 11 Minuten länger: Genug für zwei Blockbuster und ein sehr respektables Ergebnis, denn andere 10,2-Zoll-Notebooks kommen nicht mal über die 2-Stunden-Grenze hinaus.
Die Verarbeitung ist wie bei allen Eee PCs: Das Gehäuse wirkt stabil, ist solide verarbeitet, hinterlässt aber den Eindruck eines teuren Spielzeugrechners. Gleiches gilt für die Tastatur, auf der es sich aber wesentlich besser tippen lässt als auf dem kleineren Keyboard eines Eee PC 900 oder 901. Grenzwertig ist aber das Gewicht des 1000H: Mit 1,4 Kilogramm wiegt er gut 50 Prozent mehr als der Ur-Eee-PC. Damit ist er zwar immer noch tragbar, aber deutlich schwerer als die meisten Konkurrenzmodelle.
Arnt Kugler, Redakteur Fazit
Mit dem Eee PC 1000H ist Asus das beste Mini-Notebook gelungen, das wir bisher im Test hatten. Die sehr hohe Leistung, Displayqualität, gute Ausstattung und Laufzeit haben aber ihren Preis. Der 1000H bewegt sich bereits in den Preisregionen der günstigsten 15,4-Zoll-Notebooks. Die sind zwar wesentlich leistungsfähiger, aber dafür nicht so handlich.
Alternative
Die ebenfalls 10,2-Zoll-großen Netbooks MSI Wind U100 und Medion Akoya mini E1210 kosten weniger und können bei der Leistung und Displayqualität mithalten. Bei der Ausstattung und Laufzeit müssen Sie aber deutlich Abstriche machen.
Sonntag, 28. September 2008
Welche Anwendungen auf Netbooks laufen
Welche Anwendungen auf Netbooks laufen
Netbook sind überall einsatzbereit, doch ob die abgespeckte Hardware die Lieblingsanwendungen auf Touren bringt, müssen sie mit großen Office-Dateien, Videos, Bildern und Spielen erst noch zeigen. Dabei gibts es auch unter den Netbooks große Unterschiede.
So verschieden die Netbook-Plattformen mit den Prozessoren Intel Atom, Celeron und VIA C7-M nebst Chipsatzgrafik auch sind, ist ihnen doch eins gemeinsam: Sie rechnen deutlich langsamer als aktuelle Notebook-Hardware. Unbrauchbar sind die Netbooks damit noch lange nicht, sie erreichen ihre Grenzen nur früher als normale Notebooks. Dazu kommen Einschränkungen wie ein kleiner Massenspeicher bei den Modellen mit Flash-Speicher (maximal 16 GByte) und ein kleiner Bildschirm, der bei den 7-Zoll-Modellen besonders unangenehm auffällt.
Wie sich die Magerkost in der Praxis auswirkt, haben wir mit einer bunten Palette von Anwendungen aus den Bereichen Office, Multimedia und Spielen getestet. Falls eine CD vonnöten war, installierten wir über ein USB-Laufwerk. Die Freigabe des optischen Laufwerks eines anderen Rechners per LAN funktioniert nur dann problemlos, wenn die Scheibe keinen Kopierschutz hat und man nicht davon booten möchte.
Der One A110 mit 7-Zoll-Display dient als schwachbrüstiger Vertreter der Via-C7-M-Plattform, ihm steht die Grafikeinheit VIA Chrome 9 im Chipsatz VX800U zur Seite und 512 MByte RAM. Aus der Celeron-Riege tritt der Asus Eee PC 900 an, mit Celeron M 353 (0,9 GHz), Grafik GMA950 und 8,9-Zoll-Display. Die Intel-Atom-Plattform repräsentiert der Medion Akoya Mini. Der läuft mit Atom N270 (1,6 GHz), Chipsatzgrafik GMA950 und hat ein 10,2-Zoll-Display. Zum Vergleich haben wir den Netbooks ein etwa zwei Jahre altes 15,4-Zoll-Notebook mit dem vergleichsweise langsamen Doppelkernprozessor Pentium Dual-Core T2060 (1,6 GHz) und Chipsatzgrafik gegenübergestellt.
Alle drei Plattformen sind mit Linux und Windows erhältlich. Da sich auf den speziellen Linux-Versionen nur mit guten Kenntnissen des Betriebssystems Anwendungen installieren lassen, haben wir die Software ausschließlich unter Windows XP getestet. Sofern die Linux-Netbooks die entsprechenden Anwendungen wie Office-Paket, PDF-Reader und Browser vorinstalliert haben, lassen sich die Ergebnisse auf dieses Betriebssystem übertragen.
Wenn sich eine Anwendung beim Installieren beschwert, weil Windows auf einem Netbook keinen virtuellen Speicher hat: Speicher anlegen, Anwendung installieren, virtuellen Speicher wieder löschen hilft.
Office
Wegen der niedrigen Rechenleistung der Netbooks fallen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Anwendungsprogrammen stärker ins Gewicht, als man es von einem schnellen System gewohnt ist. Zum Öffnen eines 6 MByte großen Word-Dokuments mit Bildern brauchte das auf dem Eee PC 900 vorinstallierte Works geschlagene zwei Minuten, während es in StarOffice oder Open Office nach rund zehn Sekunden auf dem Bildschirm erschien.
Die VIA-Hardware braucht mit Open Office 16 Sekunden für das Dokument, Intel Atom 12 Sekunden. Präsentationen öffnen mit Open Office in 10 bis 30 Sekunden und ohne Wartezeit erfolgt das Wechseln von Bild zu Bild im Vortrag. Erstellen sollte man Präsentationen allerdings auf einem flotteren Rechner; besonders die VIA-Hardware fühlt sich dabei sehr zäh an.
Als Alternative zu Büro-Anwendungen bieten sich übrigens auch Online-Dienste an. Damit umgeht man zu langsame Hardware. Einige kostenlose wie Google Docs kommen mit Excel-Formeln allerdings nicht klar, sondern eignen sich nur für simple Tabellenkalkulationen. Für große Dateien sind Online-Dienste nicht praktikabel, weil der Upload lange dauert.
Als PDF-Betrachter genügt der Adobe Reader, der auch grafisch Anspruchsvolles zügig auf Netbooks aufbaut. Das kostenlose und praktische PDF XChange braucht zu viel Ressourcen, der Bildaufbau stockt zuweilen.
Dreht man das Netbook um 90 Grad, so kann man eine DIN-A4-Seite mit 12-Punkt-Schrift auf den Geräten mit 8,9- und 10,2-Zoll-Display gerade noch formatfüllend lesen; die Schrift sieht wegen der geringen Auflösung aber leicht unscharf aus. Auf den 7-Zoll-Displays ist formatfüllend bei DIN A5 Schluss, DIN-A4-Seiten erfordern häufiges Scrollen. Wer viel liest, will also eher das 10,2-Zoll-Modell.
Multimedia
Ein einfaches Handy-Video spielen normale Laptops nebenbei ab, Netbooks kommen dabei schon ins Schwitzen: Das Celeron-System mit Windows Media Player ließ das genügsame Video ruckeln. Auch hier ist das wieder eine Frage der Anwendung, denn der VLC Media Player lastete das System nur zu 15 Prozent aus und spielte klaglos. Unsere VIA-Hardware ist sogar unabhängig von der Software für Videos zu langsam: Sie spielte DVDs (vom externen Player) und auch unser Handy-Video mit allen getesteten Player-Anwendungen nur stockend ab, auch H.264-Videos in YouTube ruckeln ab und an. H.264-Videos erledigen die anderen beiden Plattformen auch als YouTube-Filmchen zuverlässig. HDTV-Inhalte (720p) stellt nur Intel Atom zufriedenstellend dar (40 Prozent Auslastung).
Webseiten mit viel Flash-Inhalte können Netbooks mit Celeron und Atom flüssig darstellen. Die VIA-Hardware auch, sie lässt sich aber wegen Vollauslastung des Systems etwas mehr Zeit vorm Abspielen – verschmerzbar.
Mit Lightroom Raw-Bilder zu konvertieren kann man auf einem Display mit 800 x 480 Pixeln vergessen. Für die Konvertierung von Raw-Fotos mit Lightroom brauchen die Celeron- und Atom-Netbooks mit 16 Sekunden bei einem 7,6-MByte-Bild doppelt so lange wie unser Dual-Core-Testsystem, die VIA-Hardware dreimal so lange. Einfache Bildbearbeitung und -verbesserung gelingen gerade auf kleinen Displays mit FastStone 3.2 deshalb gut, weil alle Menüs nur bei Bedarf erscheinen und so viel Platz fürs Bild bleibt – praktisch für den Bildercheck unterwegs. Einfache Filter brauchen Sekunden, ausgewachsene Photoshop-Filter sollte man jedoch stärkeren Plattformen anbieten. Bei Lightroom zeigt sich ein weiteres Mal, wie problematisch die zu geringe Auflösung eines 7-Zoll-Displays ist: Notwendige Buttons stellt die Anwendung beim Exportieren einfach nicht dar.
Spiele
Die aktuellen Ego-Shooter mit Direct3D-10 laufen nur mit teurer Spitzentechnik. Ältere Spiele sind je nach Action-Gehalt mittelmäßig bis gar nicht spielbar. Etliche Leistungsklassen darunter gibt es aber immer noch Spielespaß mit detailreicher Grafik, für die auch Netbooks reichen. Praktikabel sind allerdings nur Spiele, die nicht nach der Original-CD verlangen, also keinen oder einen einfach zu umgehenden Kopierschutz haben.
Einige Beispiele: Langjährige Klassiker wie Quake III bringt sogar die VIA-Hardware mit 25 fps auf spielbare Frameraten. Online-Ballern mit Counterstrike 1.6 gelingt mit Intel Atom ruckelfrei. Das Gravitationsspiel Phun stellen normale Notebooks realistisch dar. Celeron- und Atom-Netbooks lastet es mit etwa 50 Prozent aus, das VIA-System kann die umkippenden Gegenstände in Phun nur leicht ruckelnd anzeigen. Die Spaßgrenze der Netbooks ist beim beliebten, kostenlosen Autorenner Trackmania bereits erreicht, statt flotte Flitzer sieht man stotternde Rennwagen mit maximal 13 fps.
World of Warcraft (WoW) läuft auf Atom-Netbooks mit etwa 12 fps, auf dem Packard Bell EasyNote XS mit VIA-Hardware mit etwa 8 fps, jeweils mit minimalen Details und in ruhigen Gegenden. Damit kann man problemlos am Gildenchat teilnehmen, seine Auktionen vorantreiben oder sogar ein bisschen leveln, wenn man sich auf einzelne Gegner beschränkt. An aufwendigere Kämpfe, PvP, akzeptable Arena-Wertungen oder High-Level-Instanzen ist allerdings nicht zu denken. Der One A110 schlich mit nur 2 fps herum, womit schon das Aufsuchen des Auktionshauses nervig wird.
Auf den Netbooks mit 7-Zoll-Mini-Display und 800 × 480 Punkten (Packard Bell, One A110) schaltete WoW von sich aus auf 800 × 600 Punkte, die native Auflösung ließ sich nicht anwählen. Erst die Skalierung auf 1024 × 768 Punkte lieferte aber eine halbwegs brauchbare Darstellung. Schaltet man beim Asus Eee PC 900 Auflösungen mit mehr als 1024 × 600 Punkten an, skaliert das Bild nicht, sondern scrollt bei Mausbewegungen – beim Spielen eher unpraktisch. Beim MSI Wind bot WoW direkt nur die native Auflösung (oder wie immer 800 × 600 Punkte) an.
Die Lüfter laufen bei allen Netbooks nach kurzer Spielzeit ständig. Störend kann das bei Online-Spielen mit Sprach-Chat oder Teamspeak sein. So überträgt das Packard Bell das Lüfterrauschen deutlicher als die Stimme des Spielers. Leiser geht es beispielsweise beim MSI Wind zu.
Fazit
Die Rechenleistung der Netbooks ist im Vergleich zu herkömmlicher Centrino- und Puma-Hardware derart niedrig, dass es von der Anwender-Software abhängt, ob ein Video ruckelfrei läuft, sich die Präsentation zäh gestaltet oder das Office-Dokument langsam öffnet: Einfache Textverarbeitung statt opulentes Office-Paket, Adobe Reader gegen PDF XChange, VLC gegen Windows Media Player heißt die Devise.
Wählt man die Software unter diesem Aspekt aus, dann sind die Kleinen erstaunlich vielseitig. Der Arbeitsspeicher von einem Gigabyte RAM reicht aus, wenn man gerade nicht benötigte Anwendungen schließt. Netbooks wie der Eee PC 900 können Daten nur mit wenigen MByte/s auf ihre SSD ablegen. Bei vielen Schreibvorgängen beschränkt auch das die Nutzbarkeit der Kleinrechner, bei vielen Anwendungen stört das in der Praxis oft nicht.
Von den drei Plattformen schränkt die VIA-Hardware den Nutzer am meisten ein. Schon das Konvertieren der Raw-Bilder eines Urlaubstages wird zur Geduldsprobe und das Abspielen von Videos überfordert ihn je nach Codec. Besser machens die Celeron- und Intel-Atom-Plattform, die sogar mit Spielefähigkeiten bis zur Quake- und Counterstrike-Liga aufwarten. Manche Anwendungen sind aber wegen des 7-Zoll-Displays schlicht nicht zu benutzen. Man sollte daher zu einem Netbook mit mindestens 8,9-Zoll-Display greifen – die Auswahl ist groß genug.
Dienstag, 23. September 2008
Details der Netbooks von Samsung und Toshiba
Details der Netbooks von Samsung und Toshiba
Vergangene Woche wurde bekannt, dass auch Samsung und Toshiba Netbooks anbieten wollen. Heute haben beide Unternehmen Ausstattungsmerkmale und Preise der Neulinge bekannt gegeben, die ab Ende Oktober erhältlich sein sollen.
Toshiba Toshibas NB100 hat ein 8,9-Zoll-Display mit angeblich 180 cd/qm, eine Festplatte und einen ExpressCard-Einschub sowie die übliche Ausstattung (Atom-CPU, Chipsatzgrafik, WLAN, LAN, USB, VGA, Speicherkarten-Slot) ergänzt um ein Modem. Der Akku soll "über drei Stunden" halten. Das Gewicht gibt Toshiba mit 1 kg an, die Größe mit 22,5 cm × 19 cm bei 3,3 cm Dicke – damit ist es eines der kleinsten und leichtesten Netbooks. Mit Linux (Ubuntu Remix), 512 MByte Speicher und einer 80-GByte-Platte kostet es 400 Euro, mit Windows XP, 1 GByte Speicher und 120er-Platte 450 Euro. Beide Versionen sind in schwarz und silber erhältlich. Auf die schwarze Windows-Version gewährt Toshiba zwei Jahre Garantie, auf die anderen Modelle ein Jahr. Bluetooth ist nur bei der silbernen Windows-Variante vorhanden.
Samsung NC10: Langläufer mit verhältnismäßig großer Tastatur. Samsung Samsungs NC10 hat ein mattes 10,2-Zoll-Display und ist 26 cm × 18,5 cm × 3 cm groß und damit ähnlich breit wie das MSI Wind und Asus 1000H, was Platz für eine verhältnismäßig große Tastatur bietet. Samsung spricht von "normaler Notebook-Tastengröße", doch eine Tastatur mit 19-mm-Raster ist breiter als 26 cm – eher dürfte es sich um ein immer noch für Zehnfingerschreiber gut geeignetes 18- oder 17,5-mm-Raster handeln. Eine Festplatte ist eingebaut, Windows XP installiert. Mit dem Standardakku wiegt das NC10 1,2 kg und läuft laut Samsung dreieinhalb Stunden. Ein 130 Gramm schwererer Hochkapazitätsakku soll acht Stunden halten, was Netbook-Rekord wäre. Für eine Ausstattungsvariante steht der Preis schon fest: Mit 160 GByte großer Festplatte und dem Hochkapazitätsakku kostet es 400 Euro.
Freitag, 19. September 2008
Netbook mit UMTS für 1
Netbook mit UMTS für 1 EuroAcer bringt das erste Netbook mit eingebautem UMTS-Modem auf den Markt: Das Aspire One soll ab Mitte November inklusive Mobilfunkvertrag von T-Mobile für 1 Euro erhältlich sein. Es hat ein 8,9-Zoll-Display, einigermaßen große Tastatur und wiegt etwa 1,2 Kilogramm. Ob T-Mobile die Version A110L mit Flashspeicher und Linux oder das A150 mit echter Festplatte und Linux (A150L) oder Windows (A150X) anbietet, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Der Mobilfunkvertrag Web'n'walk Connect hat eine Laufzeit von 2 Jahren. Er kostet 5 Euro Grundgebühr zuzüglich eines Datentarifs. Voreingestellt ist eine Variante mit 30 MByte Übertragungsvolumen für 10 Euro im Monat. Alternativ zahlt man 20 Euro für 300 MByte oder 35 Euro für eine eingeschränkte Flatrate. Die DayFlat-Variante dürfte ebenfalls buchbar sein: Zu den 5 Euro Kartengebühr kommt keine weitere Grundgebühr, jeder Kalendertag (0 bis 24 Uhr) kostet 4,95 Euro.
Auch andere Netbooks sind für UMTS/HSDPA vorgesehen, darunter das Dell Inspiron Mini 9 und laut LG das noch nicht lieferbare X110. Details zu Bundles mit Mobilfunkprovidern oder konkrete Liefertermine sind jedoch noch nicht bekannt.
Dienstag, 16. September 2008
Weitere Netbooks in Sicht
Weitere Netbooks in SichtIn Deutschland sind derzeit ein gutes Dutzend Netbooks erhältlich, doch vor allem die großen Notebookhersteller hielten sich lange mit solchen günstigen Mini-Notebooks zurück und überließen kleineren Unternehmen das Marktsegment. Als erster der großen verkaufte Acer sein Aspire One A110L; auch Dell liefert sein Inspiron Mini 9 inzwischen aus. Nach Ankündigungen von HP und Lenovo fehlte noch Toshiba.
Toshiba Lateinamerika gab nun bekannt, dass das Unternehmen in Mexiko ab Ende November ein Netbook verkaufen wird. Es hört auf den Namen Satellite NB105 und bietet die gängige Ausstattung: ein LED-beleuchtetes 8,9-Zoll-Display, Intels Atom-Prozessor mit 1,6 GHz, 1024 MByte Arbeitsspeicher sowie LAN, WLAN, Kartenleser und drei USB-2.0-Ports. Statt Flashspeicher setzt Toshiba auf eine echte 120-GByte-Festplatte, auf der Windows XP Home residiert. Toshiba Deutschland teilte auf Nachfrage von heise online mit, das Netbook werde hierzulande im vierten Quartal erscheinen. Ein genauer Termin steht wie auch der Preis noch nicht fest; die Ausstattung (und damit die Modellnummer) wird sich hierzulande etwas von dem Lateinamerika-Modell unterscheiden.
Laut einschlägigen Webseiten wird auch Samsung in Kürze zur Riege der Netbookhersteller stoßen. Im noch namenlosen 10,2-Zoll-Netbook mit Atom-Prozessor steckt eine Festplatte mit 80 bis 160 GByte; außer WLAN soll auch Bluetooth an Bord sein. Das Gewicht wird mit vergleichsweise schweren 1,3 Kilogramm inklusive standardmäßig vorgesehenem 6-Zellen-Akku angegeben; letzterer dürfte für gut fünf Stunden Laufzeit sorgen. Das Netbook soll in Südkorea ab Oktober für 600.000 Won (umgerechnet rund 380 Euro) auf den Markt kommen. Samsung Deutschland wollte sich noch nicht zu dem Netbook äußern.
Update: HPs Mini-Note 2133 mit 8,9-Zoll-Bildschirm ist seit kurzem auch offiziell für 600 Euro erhältlich, nachdem es bislang nur Grauimporte aus den Ausland gab. In den USA ist das für Netbook-Verhältnisse top ausgestattete, aber vergleichsweise teure Gerät bereits länger erhältlich. Dort wurde kürzlich im Rahmen der New York Fashionweek ein schick verzierter Prototyp ausgestellt, in dessen Deckel ein 10,2-Zoll-Display saß. Dass ein solches Modell tatsächlich erscheint, ist aber nicht gesagt; der in einer Vitrine präsentierte Prototyp war nicht funktionsfähig.